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Die Klassen Üb und 9 DFK im
Schullandheim Vorra

 


 

Anfang Mai war es wieder soweit: Fast schon routinemäßig gingen wir mit unseren Klassen auf Drei-Tages-Fahrt. Für fast alle teilnehmenden Schüler war es diesmal schon der zweite, für einige sogar der dritte Schullandheimaufenthalt mit uns. Es mussten deswegen auch fast keine der üblichen Fragen, wie zum Beispiel „Dürfen wir Freunde mitnehmen?“ oder „Kann ich ohne Schwein essen?“ gestellt werden. Auf die erste Frage müssten wir mit „Nein“ antworten, denn wir wollen ja, dass die Schüler sich noch besser kennenlernen, miteinander deutsch reden und eine Weile ohne ihre Freunde aus dem gleichen Herkunftsland zurechtkommen. Die zweite können wir natürlich mit ja beantworten. Auch beim Grillen sind wir Meister im Würstchen-Trennen. Aber das ist kein Grund für anderweitige Trennung. Besonders das gemeinsame Essen ist schön und wir erleben unsere Schüler einmal ganz anders.

... aus drei Kontinenten beim Frühstück Wetter spielte gut mit!
Schüler aus drei Kontinenten beim Frühstück
Zum Glück spielt das Wetter mit. Wir können draußen grillen und essen.

In diesem Jahr waren wir mit 22 Schülern unterwegs, ebenso viele Nationen haben wir nicht ganz geschafft, aber es waren 16. Mit anderen Worten, nur vier Nationen gab es doppelt, bzw. mehrmals. Das waren zum Beispiel Russland, Äthiopien, Afghanistan und Vietnam. Alle restlichen Schüler sind die alleinigen Vertreter ihres Landes.
Seit sechs Jahren nun schon  fahren wir, Gerda Rankl und ich, mit unserer Übergangsklasse bzw. der Deutschförderklasse im Wechsel nach Vorra bei Hersbruck und auf die Burg Wernfels bei Spalt. Beides keine spektakulären Ziele, aus Schülersicht. Doch die Unterkünfte sind schön und ungewöhnlich. In Vorra ist es ein kleines Schlösschen mit einem wunderschönen Garten. Dort kann man spazieren gehen, in verschiedenen Gartenhäuschen oder am Teich sitzen, Fußball und Volleyball spielen, auf einem überdachten Freiplatz Tischtennis spielen oder essen sowie ein Lagerfeuer machen, was wir am ersten Abend auch gleich ausprobierten. Bei solchen Gelegenheiten genießen wir beiden Lehrerinnen es sehr, dass wir in vielerlei Hinsicht recht erfahrene und selbstständige Schüler haben. Ein Lagerfeuer machen, stellt kein Problem dar. Wir nutzten die schöne Atmosphäre, um die Schüler anzuregen, etwas zu erzählen. Die Frage: „Wann hast du zum letzten Mal an einem Feuer gesessen?“ bringt manche dazu, sich zu erinnern. Aber natürlich lieben sie es auch, den Mitschülern ein bisschen Angst einzujagen und so manch einer kann die 300 Meter zum Schloss nicht alleine im Dunkeln zurücklegen.


Gruselgeschichten, aber auch ernste Erzählungen oder Erlebnisse aus der Heimat werden hier gern erzählt.

Hier wird gerne erzählt!

Wichtig ist uns auch, dass die Anfahrt nicht so weit ist, denn so fallen nicht so hohe Kosten an. Natürlich würden die Schüler auch gern einmal nach Berlin fahren, doch wahrscheinlich könnten wir dann nicht mit einer so hohen Teilnehmerzahl rechnen. Und bei uns steht ja auch nicht das Besichtigen im Vordergrund, sondern das Gemeinschaftserlebnis und das Deutschlernen. Ganz konkret bedeutet das für die Deutschförderklasse, die kurz vor den Prüfungen zum Qualifizierenden Hauptschulabschluss steht, zweimal am Vormittag gemeinsame Vorbereitung. Die Schüler sind  - sogar oder vielleicht auch besonders hier  -sehr motiviert, sich beispielsweise in die Situation der mündlichen Prüfung hineinzuversetzen und schon mal den Anfang des eigenen Referats in der Gruppe zu trainieren.


Teamgeist, nicht Konkurrenz steht im Vordergrund!

Teamgeist

Natürlich gibt es auch einige Unternehmungen, damit die Schüler, die oft nur die Stadt kennen, einmal Natur erleben. Meist sind sie auch trotz der ungewohnten Aktivität „Wandern“ recht guter Laune.


Unglaublich, wie warm es einem in Deutschland im Mai schon werden kann!

Im Mai war es schön warm.

So machten wir gleich am ersten Tag eine kleine Stadterkundung in Hersbruck. Am zweiten Tag waren wir in der Maximiliansgrotte. Am Abend finden die Schüler auch immer Spaß an Schnelligkeits-und Geschicklichkeitsspielen, bei denen es oft auch auf gute Zusammenarbeit und Verständigung ankommt.


Wer bringt das Plätzchen ohne Einsatz der Hände an den richtigen Platz?

Plätzchentransport - ohne Hände

Ganz schnell kommt der Rückreisetag...


Schnell noch ein Gruppenfoto unter der Linde im Hof!

Gruppenfoto Ub und DFK

Nach dem letzten Fußmarsch mit Gepäck zum 20 Minuten entfernten Bahnhof sitzen wir auch bald im Zug zurück nach Nürnberg.

Margit Yesiltas, 17.6.2012

 
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