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Besuch einer blinden Frau in der Klasse 5a

 




Wie geht eine blinde Person über die Straße? Wie kann eine blinde Person die Uhr lesen? Woher weiß eine blinde Person, wann der Bus fährt? Kann eine blinde Person einen Brief lesen? Wie spreche ich eine blinde Person an, wenn ich ihr helfen möchte? Warum haben manche blinde Personen einen Blindenstock und keinen Blindenhund?

Diese und noch viel mehr Fragen sind uns durch den Kopf gegangen, als wir uns mit behinderten Menschen, speziell mit blinden Menschen in unserer Gesellschaft im Fach GSE beschäftigten.

Frau Flößer, eine blinde Frau, die durch eine Erkrankung erblindete, besuchte uns im Unterricht und beantwortete alle unsere Fragen.
Sie brachte uns auch bei, wie die Blindenschrift funktioniert und tippte unsere Namen mit ihrer speziellen Schreibmaschine. Gemeinsam entzifferten wir einen Text über ein Zebra, das sich sorgsam seine Streifen band.

Außerdem zeigte uns Frau Flößer, wie wir blinde Menschen am Arm führen sollen, wenn wir ihnen über die Straße helfen wollen. Dabei ist nicht nur der richtige Griff wichtig, sondern auch konkrete Anweisungen, wohin die blinde Person laufen soll. Denn die Anweisung „Jetzt laufen Sie da lang!“ ist für eine blinde Person nicht hilfreich. Deshalb ist es besser zu sagen „Jetzt laufen sie drei Schritte nach rechts“.
Durch Frau Flößer konnten wir einen kleinen Einblick in das Leben eines blinden Menschen erhalten. Wir bemerkten, dass es überhaupt nicht schwer ist, mit einer blinden Person in Kontakt zu treten. Auch wurde uns bewusst, dass unsere bisherigen Hemmungen und Ängste gegenüber blinden Personen völlig unbegründet waren.

 

Christine Thorwarth, 24.02.2017.

 
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